Alte Musik unter neuer Kunst
Alte Musik unter neuer Kunst
[...]Das Doppelquartett singt unter der wendigen Leitung von Gregor Meyer am Orgelpositiv und an der Gambe unterstützt von Georg Zeike mit schlanken Stimmen und homogenem Ensembleklang [...].
Die Motetten bieten Kontraste und Wortausdeutungen, die die Sänger mit klarer Diktion vortragen. Agil interpretieren sie "Freue dich des Weibes deiner Jugend", "Die mit Tränen säen" wird der freudigen Ernte gegenübergestellt. "Was betrübst du dich, meine Seele" wächst vom Expressiven, Dunklen zum lautmalerisch erregten "... und bist so unruhig in mir". [...]
Die Stimmen bringen perlende Verzierungen technisch versiert, artikulieren und phrasieren lebendig und authentisch. Die Intonation ist stimmig, der Ensembleklang rund.
(LVZ vom 12.4.2010, Kritik zum Nachtkonzert im Museum der bildenden Künste am 10.4.2010)
Ohne jede Schludrigkeit
Ohne jede Schludrigkeit
[...] Um den Raum über die Halbvoll-Marke zu hieven, dazu reichte der Name des 2007 gegründeten Leipziger Ensemble Concerto Sacro unter der Leitung des 31jährigen Gregor Meyer, Leiter des Gewandhauschores sowie Bach-Darsteller, gefragter Continuo-Organist und Arrangeur, am Sonntag nicht. Noch nicht. Denn was das Vokalensemble, besetzt mit jungen, durchweg hochkarätigen Solisten, leistete, bot Suchtpotential. Die Faszination im Achterpack lieferte einen Traum sakraler Gesangskunst. Ohne Schwachstellen und Schludrigkeiten huldigte das Doppelquartett von der ersten bis zur letzten Note überzeugend den Psalmen und Bibelversen, die Textgrundlagen der barocken Kompositionen waren. Es erzeugte ein Klangbild, voluminös wie ein ausgewachsener Chor, homogen wie eine gelungene Aioli und frisch wie das Aftershave am Morgen. [...]
Wer nicht diese Realisationen der Johann Ludwig Bach-Motetten "Sei nun wieder zufrieden" und "Ich will auf den Herren schauen" zu acht Stimmen - aufgeteilt in zwei Chören - gehört hat, weiß nicht, wie vollkommener Live-Musikgenuss sein kann.
(Meininger Tageblatt vom 27.7.2010, Kritik zum Konzert in der Meininger Stadtkirche im Rahmen des MDR Musiksommer. Um die vollständige Kritik zu lesen, klicken Sie bitte hier.)